Vorbereitung

Bei so einem nicht ganz standardmäßigem Ausflug waren natürlich im Vorfeld einige Kleinigkeiten zu erledigen.

  • Gewisswe Personen von unserer Idee überzeugen.  
  • Informationen über Kultur, Religion, Einreisebedingungen und die politische Lage in den entsprechenden Ländern sammeln.
  • Vorgeschriebene und empfohlene Impfungen und Medikamente besorgen.
  • Taugliches Motorrad für mich besorgen.
  • Notfallplan erstellen und eventuell benötigte Werkzeuge und Ersatzteile organisieren.
  • Zuverlässigkeit unserer Fahrzeuge überprüfen und Afrikatauglich ausrüsten.
  • Benötigte Visa, Versicherungen, Genehmigungen, Schecks und Kartenmaterial besorgen.
  • Martin noch 2 Wochen vorher nach Griechenland auf Hochzeitsreise schicken.

Medikamente und Impfungen

Dusche
Dusche

 

Im Vorfeld hatten wir uns schon rechtzeitig über zusätzliche oder vorgeschriebene Impfungen der zu bereisenden Länder bemüht.

Eine Gelbfieberimpfung ist bei der Einreise nach Mauretanien  vorgeschrieben. Eine Impfung gegen Hepatitis (A) war empfehlenswert. Tetanus und die üblichen Standardimpfungen waren aufgefrischt und gültig. Bei den Medikamenten war es wichtig, den Beipackzettel mitzuführen um bei einer möglichen Kontrolle einigermaßen zweifelsfrei belegen zu können, dass es sich um ein Medikament handelt. Dabei hatten wir so einiges, wie Malariaprophylachse, Schmerzmittel, Schlafmittel, ein Mittel gegen Durchfall und Wasseraufbereitung.

Obwohl wir es aus zeitlichen und Zollrechtlichen Gründen nicht nach Mauretanien schafften, hatten wir uns schon am zweiten Tag in Marokko mit den ersten gesundheitlichen Problemen herumzuschlagen. Durchfall und Schlafstörungen wahrscheinlich hervorgerufen durch das ungewohnte Klima oder Essen sowie Erschöpfung, Hygiene und Stress


Visa und Papiere

 

Visums
Visums

Bei der Einreise nach Marokko benötigt man einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten. Bei der Einreise nach Mauretanien wird ein Visum verlangt. Bei der Einreise nach Marokko, mit dem eigenen Fahrzeuge benötigt man eine zusätzliche Versicherung. Wir haben eines festgestellt, dass die Botschaften der entsprechenden Länder sehr freundlich, hilfsbereit, schnell und günstig waren. Einige Visumagenturen im Internet bieten solche Dienstleistungen an, waren aber mindesten  doppelt bis dreifache so teurer als die Botschaften und es dauert erstaunlich lange.

Bei der Einreise mit einem eigenem Fahrzeug nach Mauretanien benötigt man nach Angaben eines bekannten Automobilclubs eine Zollfreistellung (Carnet) und eine Sicherheitseinlage oder Bürgschaft von ca. 3000 € je Fahrzeug. In unserem Fall, hätte  uns diese Dienstleistung  2 Motorräder 1 PKW und 1 Hänger ca. 1000 € gekostet und zusätzlich eine Bürgschaft von ca. 12000€ erfordert. Die Ausstellung der benötigten Papiere würde ca. 3 Monate dauern. Unter diesen Umständen wäre ein Verkauf des PKW´S in Mauretanien gänzlich unmöglich gewesen. Aber nach Rücksprache mit der mauretanischen Botschaft gilt diese Regel erst bei Fahrzeugen ab 5 Tonnen (wir haben die Wahrheit nie erfahren)


Im Übrigen bei den Vorbereitungen, hatten wir eine Unmenge von Beratern und Dienstleitstern gefunden, die im Vorfeld kräftig mitverdienen wollten mit Dingen, die wir gar nicht gebraucht hätten.

Wir wollten den Planeten nicht verlassen sondern nach Afrika.